Was sind Quaddeln?

Als Quaddeln bezeichnet man punktartige bis knopf- oder plateauähnliche Erhebungen der menschlichen Haut, die nach mechanischen Beschädigungen der Haut (z.B. durch Kratzen, Reiben oder Insektenstiche) entstehen oder Symptome einer Allergie oder Nesselsucht sein können. Quaddeln sind meist knopf- oder plateauförmig, häufig blasser als ihre Umgebung und von verschiedener Größe. Sie können kreisrund oder unregelmäßig geformt sein. Quaddeln sind oft von einem roten Hof umgeben.

Ursache von Quaddeln

Eine Quaddel entsteht durch eine erhöhte Durchlässigkeit der dermalen Blutgefäße, die wiederum durch eine überhöhte Ausschüttung von Mediatoren (meist Histamin) aus den Mastzellen verursacht wird und zu einer Wassereinlagerung in der oberen Epidermis führt.

Quaddel-Therapie

Mit - Quaddeln - bezeichnet man eine Technik, bei der ein Betäubungsmittel knapp unter die Haut gespritzt wird. Ich wende diese Behandlung gerade bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Nacken und Schulterbereich an. Das Lokalanästhetikum wird direkt an und um die Muskelverhärtungen gespritzt. Dabei entstehen kleine rote Quaddeln auf der Haut. Das sieht etwa so aus, als ob die Haut mit Brennnesseln in Berührung gekommen wäre.

Es werden 2 bis 5 ml eines lokalen Betäubungsmittels wie z.B. Meaverin oder Procain verwendet. Manchmal bringt das sofortige Schmerzlinderung. Manchmal muss die Prozedur wiederholt werden.

 

Wie wirkt diese Therapie?

Muskelverspannungen machen Schmerzen. Dadurch verspannt man sich noch mehr, was wiederum noch mehr Schmerzen erzeugt. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen. Durch das Spritzen in der Nähe von Nervenenden werden die Schmerzreize an dieser Stelle blockiert und man verhindert so, dass eine Schmerzspirale entsteht. Man kann das - Quaddeln - also als eine Art von Lokalanästhesie bezeichnen.

 

Quelle: Jäger (2000): Allergien.